Silhuette von Konstanz

Konstanz in alten Bildern

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Brauerei Buck

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Adresse:

St.-Johann-Gasse 9, 9a-9d

Beschreibung

Großer Gebäudekomplex zwischen St.-Johann-Gasse, Inselgasse und Gerichtsgasse.

Grundstück von 1636 m², bebaut mit dreistöckigem Hauptgebäude, zweistöckigem Wirtschafsanbau, zweistöckigem Kühlhaus, dreistöckigem Sudhaus, zweistöckigem Eiskeller, Trinkhalle, Schopf und Küferwerkstätte" - diese Gebäude des Komplexes zählt das Konstanzer Häuserbuch 1908 auf.

Nähert man sich heute dem Komplex von der Laube her, fühlt man sich an die Burgen-Romantik des 19. Jh. erinnert. Nicht ganz zu Unrecht, aber das ist nur die halbe Wahrheit, wie wir gleich sehen werden.

Geschichte

Ursprünglich war dies ein bis ins 13. Jh. zurückreichender Domherrenhof. Die Gebäude brannten jedoch in der Nacht auf den 30.03.1853 bis auf die Grundmauern nieder. Doch bereits früher fanden große Veränderungen statt, weil die Gebäude nach der Säkularisation an Gastwirte und Bierbrauer übergingen, die dort eine Brauerei einrichteten. Dabei wurde u.a. "ein schmuckes rundes Helmtürmchen mit drei Glocken bis auf die untere Bauteile entfernt" sowie aus der Kapelle eine Küche gemacht.

Hier eine zusammengefasste und sicher lückenhafte Chronologie des Anwesens:

Quellen:
Konstanzer Häuserbuch Bd. II, 1908, S. 430 ff.,
ab 1906: div. Adressbücher der Stadt Konstanz.

Weitere Bilder

Hier ein historisierendes Bild in der typischen Art des Zeichners und Lithografen G.Gagg, über den Sie an anderer Stelle einen kleinen Bericht finden.
Ob Gagg nach einer Vorlage gearbeitet hat oder nach seiner Phantasie, ist mir nicht bekannt, gesehen habe kann er die Gebäude in dieser Art nicht, denn das Bild zeigt den Zustand vor dem Brand - was u.a. an dem dargestellten Glockenturm erkennbar ist.

Karte gelaufen am 04.06.1900.

Karte gelaufen 05/1899.

Ein Blick von der Ecke Inselgasse/Untere Laube auf den Komplex. Die Mauer, die rechts aus dem Bild herausläuft, umgrenzte den Garten des Landgerichts. Dass sich auf dieser Mauer noch ein Zaun befindet, deutet darauf hin, dass die Inselgasse (und sicher auch die Untere Laube) zu dieser Zeit ein tieferes Niveau als heute hatte.
Im Vordergrund links befindet sich heute das Gebäude der AOK.
Hier eine Karte mit dem selben Bild wie eben - und dazu ein Bild von der Rückseite (die eigentlich die Vorderseite des Gebäudes ist!). Dieses Bild wollen wir uns gleich noch genauer ansehen.

Karte gelaufen am 09.05.1904.

Der Ausschnitt aus der obigen Karte zeigt im Vergleich mit heute, dass der Vorplatz damals von einer Mauer umgeben war - oder war es ein Schuppen, der den gesamten Platz ausfüllte?

Karte gelaufen am 05.03.1900.

Diese Karte zeigt u.a. einen Blick in den großen Wirtsraum. Da es sich um eine Zeichnung handelt und diese sehr wahrscheinlich im Auftrag des Besitzers oder des Wirts entstand, sollte man ihr keinen großen Wahrheitsgehalt zuweisen.
Es war durchaus üblich, dass bei solchen Bildern stark übertrieben wurde, was z.B. die Größe der Räume anging.
Hier versteckt sich unser "Burghof" hinter den mächtigen Kastanienbäumen, die auf dem erhöhten Plateau des Biergartens stehen.

Karte gelaufen am 18.09.1930.

Das Bild am Anfang des Artikels zeigt eine weitere Ansichtskarte von G.Gagg, verwendet im Jahre 1902.

Letzte inhaltliche Überarbeitung dieser Seite: 06/2005.

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